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Hans Jonas Gesellschaft |

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HANS JONAS. Bücher in Deutscher Sprache

WERK UND WIRKEN

– 1930 erschien Hans Jonas` erstes Buch, die Seminararbeit „Augustin und das paulinische Freiheitsproblem“. Jonas setzt sich hier mit dem stoisch-autarken sowie mit dem augustinischen, der Gnade bedürftigen Freiheitsbegriff vergleichend auseinander und gelangt auf diesem Weg zur Entwicklung einer dialektischen Struktur der Freiheit, die auch in seinen späteren Werken immer wieder eine Rolle spielen wird1.

 

1934 konnte Jonas, bereits im Londoner Exil, mit der Unterstützung seines Lehrers Rudolf Bultmann seine von Martin Heidegger betreute Dissertation „Der Begriff der Gnosis2 publizieren. Es ist sein erstes Werk von bis heute unbestrittener Bedeutung.

Darin wird eine religiöse Bewegung behandelt, in der Weltangst und Verlassenheit das Schicksal des ins Dasein geworfenen Menschen bestimmen. Erstmals tritt hier ein radikaler Dualismus zu Tage, in dem Mensch und Welt nicht zueinander finden können. Eine Position die im Existenzialismus des 20. Jahrhunderts als Indifferenz gegenüber der Natur erneut in Erscheinung treten soll.

 

– In dem eindrucksvollen kleinen Band „Zwischen Nichts und Ewigkeit3 bezieht Jonas gegen die „Gleichgültigkeit der Welt“, die „Krankheit Nihilismus“, die gerade auch den Existenzialismus kennzeichnet, entschieden Position.

 

– Angestoßen auch durch das physische Ausgesetztsein des Krieges entwickelte Jonas in Briefen an seine Frau Lore erstmals seine Gedanken zu Fragen der «Philosophie der Biologie». Sie gelangen in dem Buch „The Phenomenon of Life“ oder, deutlicher den Gegenstand der Untersuchung bezeichnend4, auf deutsch: „Organismus und Freiheit“ zur Darstellung. Philosophie des Lebendigen ist für Jonas – und das ist Programm – sowohl Philosophie des Organischen, wie des Geistes. Jonas versucht dabei den Abgrund, den die Gnosis zwischen Mensch und Natur aufgetan hat, zu überbrücken. Deutlich wird dies im Prozess des Metabolismus. Im Stoffwechsel erhält und verwirklicht sich ein Individuum. Dabei gewinnt es, was Leben ausmacht: Freiheit, aber eben: bedingte, bedürftige Freiheit.

Das „fremde Leben“, das die gnostischen Schriften so eindrucksvoll beschrieben haben, war für Jonas Signatur einer Umwertung des bis dahin geltenden geordneten und behütenden Kosmos. Damit musste sich der Blick auf alles Lebendige grundlegend wandeln. Leben erscheint nun als ein stets gefährdetes Sorgen mit einem Mehr an Freiheit und Selbstbezogenheit vom Vegetativen ansteigend bis hin zum Menschen, allerdings um den Preis zunehmender Bedrohtheit der eigenen Existenz. Dies führt Jonas zu einer gleichzeitig ontologisch wie ethisch begründeten Philosophie des Lebens.

 

– Der in „Organismus und Freiheit“ aufscheinende menschliche Gestaltungsreichtum mit seinen zuvor nie gekannten technologischen Potenzialen und Fernwirkungen, ist es schließlich, was die philosophische Sorge um die Zukunft in die Pflicht nehmen muss. Um dies in einem Bild zu veranschaulichen verweist Jonas auf das Trennende zwischen Stadt und Natur, dem Gezähmten, künstlich Gestalteten und dem was sich frei wachsend, ungebändigt entwickelt. Während früher Eingriffe in die Natur von überschaubarer Reichweite waren und damit zu keinem Gegenstand menschlicher Verantwortung werden mussten, erscheint heute die Grenze zwischen Kultur und Natur aufgehoben. Jonas kennzeichnet das durch das Bild der universalen Stadt. Sie weiter für Menschen wohnlich zu erhalten, in ihr das Fortbestehen des „Menschen als Menschen“ zu sichern ist das Anliegen des bei weitem bekanntesten Werkes von Hans Jonas, dem 1979 erschienen Buch: «Das Prinzip Verantwortung». Er schreibt hier: „Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“

Dieser Satz ist nicht nur implikative Verpflichtung – wenn es in Zukunft Menschen gibt, dann gelten diese im Voraus zu beachtenden Pflichten – sondern er beansprucht unbedingte Geltung. Hier zielt Jonas, hinter Kant zurückgehend, entschieden über ihn hinaus. Sein Imperativ, dass es auch in Zukunft den Menschen als Menschen geben soll, fordert die Fortführung des Projektes unserer Existenz, während Kant die kategorische Geltung der Vernunftgebundenheit moralischer Prinzipien eingeklagt. Dies ruft das Prinzip Verantwortung als vorsichtige Leitfigur menschlichen Handelns auf den Plan. Verantwortung als Richtschnur für ein um die Koexistenz von Mensch und Mensch, sowie Mensch und Natur besorgtes Zusammenleben.

Paradigmatisch für das Wesen der Verantwortung nennt Jonas daher die elterliche, vor allem dem Neugeborenen gegenüber und die staatsmännische Verantwortung, „die eine ist jedermanns Sache, die andere die des herausgehobenen Einzigen“ – „elementarste Natürlichkeit“ die eine, „äußerste Künstlichkeit“ die andere.

Was beide verbindet ist ihr Aufsichnehmen einer Anteilnahme, die ein Zusammenleben auch in der Zukunft möglich macht. In diesem Sinne ist Verantwortung die moralische Entsprechung der zeitlichen Begrenztheit unserer Existenz.

 

– Zunächst als Teil des Buches. «Prinzip Verantwortung» zur vertieften Darlegung von Zwecken in ihrer Brückenfunktion zwischen Biologie und Ethik konzipiert, wurde das Buch «Macht oder Ohnmacht der Subjektivität» schließlich gesondert publiziert.

«Macht oder Ohnmacht der Subjektivität» handelt vom ungelösten und wohl auch unlösbaren Leib-Seele-Problem.Jonas argumentiert hier gegen die zu seiner Zeit meistgängigen Lösungsansätze. So vor allem gegen den „eliminativen Materialismus“ , der behauptet, dass das Geistige schlichtweg das Neuronale ist. Eine Anschauung, die uns nach Jonas zu „ Puppen der Weltkausalität“ erklären würde und die damit jeder Lehre von Verantwortung den Boden entziehen muss5. Gegenüber dem pluralistischen psychophysischen Parallelismus, der von der Nicht-Eliminierbarkeit von «Innerlichkeit», von «Inner-Seelischem» ausgeht, favorisiert Jonas einen Interaktionismus, der aufzuweisen versucht, dass innere, seelische und äußere, neuronale Selbstbestimmung miteinander verbunden unteilbar sind. Hier zeigt sich „das Gehirn als Organ der Freiheit, aber eben unter der Bedingung, dass es ein Organ der Subjektivität ist“. Jonas weiß natürlich, dass seine Überlegungen Vorschläge, jedoch keine Lösung des Leib-Seele-Problems darstellen können.

– Auf der Grundlage seiner großen Werke, insbesondere „Organismus und Freiheit“ und „Prinzip Verantwortung“, nahm Jonas immer wieder zu aktuell brennenden Fragen von Mensch, Technik und Natur Stellung. Dies vor allem in dem Buch: «Technik, Medizin und Ethik», das als Praxis des Prinzips Verantwortung konzipiert ist, Hier zeigt er auf, dass die Unschuld explorativer Freiheit einer scheinbar „wertfreien“ Grundlagenforschung längst verloren gegangen ist. Unser Forschen berührt heute Tiefenbereiche des Lebendigen, in die Einsicht zu gelangen und einzugreifen uns früher versperrt gewesen war. Dabei gerieten vorrangig Fragen der Nukleartechnologie und der Genforschung in sein Blickfeld. Für Jonas stand außer Frage, dass schwere erblich bedingte oder mitbedingte Krankheiten keinesfalls wünschenswert sind und somit selbstverständlich behandelt werden sollten. Doch was wäre das Erwünschte, wenn das Nichtwünschenswerte festgelegt scheint?

Wohin soll die Art des Menschen verbessert werden? Was ist besser: ein kühler Kopf oder ein warmes Herz, hohe Sensibilität oder Robustheit, ein gefügiges oder rebellisches Temperament?“6

 

– Nur einmal, im Andenken seiner Mutter, sprach Jonas über Gott und die Shoah. Dies geschah bei seinem Tübinger Vortrag: „Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme7. Er beschreibt darin die ungeheure Herausforderung, die das Geschehen, ja vor allem das Geschehen-lassen des Unvorstellbaren, das im Holocaust gipfelte, für jedes künftige Reden von Gott darstellt. Ein leidend-werdender Gott geht hier um der Freiheit und Verantwortung des Menschen willen, seiner Allmacht verlustig. Gott legt damit sein Schicksal in die Hände des Menschen. Das ist Jonas` – durchaus umstrittene – Antwort auf die Hiobsfrage. Damit distanziert er sich in aller Entschiedenheit von jeder dialektischen Geschichtsphilosophie, die zumindest versucht ist im verbrecherischen Geschehen, für das der Name Auschwitz steht, einen antithetisch erforderlichen Schritt zur zukünftigen Abkehr von diesem Grauen zu sehen.

Jonas` Rede von Gott, der seiner Allmacht verlustig geht, um sein Schicksal in die Hände des Menschen zu legen – ihn verantwortlich zu machen – lässt sich als ein Ins-Bild-setzen eines existentiellen Selbstverständnisses sehen. Es ergänzt seine Philosophie durch eine „metaphysische Vermutung“.

Im Insel Verlag sind noch verschiedene kleinere Bände mit einzelnen Veröffentlichungen von Hans Jonas erschienen. Besonders hervorzuheben sind jedoch zwei Sammelbände. Einmal die Publikation „Technik, Medizin und Ethik. Zu Praxis des Prinzips Verantwortung“8. In diesem Buch sind verschiedene Aufsätze und Interviews versammelt, in denen Hans Jonas zu Fragen der modernen Technik als Gegenstand der Verantwortung, zur Freiheit der Forschung im Zusammenhang mit dem öffentlichen Wohl, zu medizinischen Versuchen an menschlichen Subjekten, zur Gentechnologie, zur Frage der Gehirntoddefinition und zum Problem der Euthanasie, Stellung nimmt.

Der andere Band, auf den verwiesen werden muss, trägt den Titel „Philosophische Untersuchungen und metaphysische Vermutungen“9. Er enthält in einem ersten Teil Texte zur Theorie des Organismus und der Sonderart des Menschen, unter ihnen die Artikel Werkzeug, Bild und Grab. Vom Transanimalischen im Menschen und Wandel und Bestand. Vom Grunde der Verstehbarkeit de Geschichtlichen. Im zweiten Teil finden sich Texte zur Seins- und Sittenlehre, darunter den Aufsatz Zur ontologischen Grundlegung einer Zukunftsethik. Der dritte Teil schließlich widmet sich „Gedanken über Gott“. Hier ist u.a. der Vortrag „Der Gottesbegriff nach Auschwitz“ nochmal wiedergegeben.

 

 

1 Jonas, H. (1930, 1965) Augustin und das paulinische Freiheitsproblem. Eine philosophische Studie zum pelagianischen Streit, Göttingen, Vandenhoeck und Ruprecht.

2 Veröffentlicht als: Jonas, H.(1934) Gnosis und spätantiker Geist. Erster Teil: Die mythologische Gnosis 1934, Göttingen. Der 2. Band konnte erst nach dem Krieg erscheinen.

3 Jonas, H. (1963,1987), Zwischen Nichts und Ewigkeit. Zur Lehre vom Menschen Kleine Vandenhoeck- Reihe 165, Göttingen

4 Jonas, H. (1973) Organismus und Freiheit. Ansätze zu einer philosophischen Biologie. Göttingen, 1973

5 Jonas, H. (1981), Macht oder Ohnmacht der Subjektivität? Das Leib Seele Problem im Vorfeld des Prinzips Verantwortung. Frankfurt a. M., Insel Verlag

6 Jonas, H. (1985), Technik, Medizin und Ethik. Zur Praxis des Prinzips Verantwortung. Frankfurt a.M.

7 Jonas, H. (1984) Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme. In: Hofius, Otfried (Hrsg.) Reflexionen finsterer Zeit, 2 Vorträge von Fritz Stern u. Hans Jonas, Tübingen

8 Jonas, Hans (1985) Technik, Medizin und Ethik. Zur Praxis des Prinzips Verantwortung. Frankfurt a.M. Insel Verlag

9 Jonas, Hans (1992) Philosophische Untersuchungen und metaphysische Vermutungen. Frankfurt a.M. Insel Verlag

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